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Willkommen auf meinem neuen Blog!

Jippie juchu, ich hab’s geschafft! Ich bin umgezogen! – ENDLICH!… Bye, bye Blogger! Hallo WordPress! Hallo eigene Webseite! … Ich bin so happy, ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr. Seit fünf Jahren besitze ich meine eigene Domain www.greenfietsen.de und ungefähr genauso lange will ich eigentlich schon weg von Blogspot. Warum habe ich nur so lange damit gewartet?

Willkommen auf meinem neuen Blog!

Ich kann sagen, von der ersten Minute an habe ich mich bei WordPress wohlgefühlt. Wirklich! Ich bin begeistert von den Möglichkeiten und Funktionen, die mir hier zur Verfügung stehen. Endlich habe ich ein Drop-Down-Menü! Was habe ich das bei Blogger vermisst. Lacht ruhig, aber für mich als Ordnung liebender, strukturierter Mensch ist das der Himmel auf Erden.

Bei einem gewachsenen Blog wie meinem, der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, ist es ja immer eine große Herausforderung, auch ältere Beiträge über schnelle Wege und wenige Klicks verfügbar zu machen. Die beliebten Artikel sollen nicht in der Versenkung verschwinden. Und dabei helfen Kategorien und ein Drop-Down-Menü ungemein. Ich freue mich, dass mein Blog jetzt einen viel besseren Überblick bietet. Ich kann euch jetzt viel mehr Leseangebote machen; ihr könnt nach Herzenslust stöbern und vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen.

Natürlich ist noch nicht alles perfekt! Ich weiß, das sagen alle, die von Blogger zu WordPress umgezogen sind. Warum soll es bei mir anders sein? Denn die Wahrheit ist auch, dass so ein Umzug verdammt viel Arbeit macht. Der Import meiner 450 Beiträge und über 11.000 Kommentare lief zwar absolut reibungslos, aber jeder einzelne Beitrag muss geöffnet und nachbearbeitet werden. Puh!

Da sitzt man dann Stunden um Stunden, formatiert Beiträge neu, korrigiert kaputte Links, tüftelt an HTML- und CSS-Codes, um das Blogtheme schöner zu machen, installiert Plugins und setzt sich intensiv mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) aueinander. Aber irgendwann ist dann auch mal gut und man muss online gehen. Was dann noch auf dem Zettel steht, „Blogbeiträge 2014 und 2015 überarbeiten“ zum Beispiel, das muss einfach später nachgeholt werden.

Motto des Tages

Der eigentliche Moment des Umzugs, wenn der alte Blog verschwindet und der neue an seine Stelle tritt, ist natürlich der aufregendste. Ohne den IT-Spezialisten meines Vertrauens hätte ich wahrscheinlich einen Herzkasper vor dem Rechner bekommen. Überhaupt muss ich an dieser Stelle mal sagen: Ich habe diesen Umzug nicht alleine bewerkstelligt. Theme auswählen und installieren, Blog gestalten, bisschen HTML und CSS – kurzum das Webdesign, das ist mein Ding. Da habe ich mir im Laufe der Jahre einiges angeeignet und komm ganz gut zurecht. Aber wenn es um Providerwechsel, Domainumzug, Server, Datenbank und Backups geht, verlasse ich mich voll und ganz auf meinen Experten.

Ein Dankeschön möchte ich an der Stelle auch mal Finn von blogmojo aussprechen. Seine Blogartikel zu DSGVO und WordPress haben mir sehr geholfen. Auch die Diskussionen in der Facebookgruppe, die Finn leitet, waren und sind eine große Hilfe. Gemeinsam sind wir stark, und gemeinsam wuppen wir auch die DSGVO!

Dieser heiße Sommer hat es aber auch in sich. Nicht nur Blogumzug und DSGVO haben mich in den letzten Wochen schwer beschäftigt, auch die Nachricht, dass DaWanda seinen Marktplatz schließt, hat mich vor neue Aufgaben gestellt. Natürlich möchte ich auch weiterhin meine E-Books verkaufen. Also musste ich mir etwas überlegen. Nach Prüfung aller Alternativen habe ich beschlossen, es mit Etsy zu probieren. Ihr findet mich also ab sofort auch bei Etsy. Wieso, weshalb, warum, was sich dadurch ändert, welche Vor- und Nachteile es eventuell mit sich bringt, darüber möchte ich demnächst noch mal einen eigenen Beitrag schreiben.

Nun möchte ich euch aber erst mal zu einem ausgiebigen Blogspaziergang einladen. Schaut euch in Ruhe um, guckt, was es Neues gibt und vertreibt euch ein bisschen die Zeit bei mir. Natürlich würde ich mich total freuen, wenn ihr mir ein kleines Feedback hinterlasst. Gefällt euch meine neue Seite? Kann ich noch etwas verbessern? Funktioniert alles? Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Lieblingstaschen - Schon entdeckt?

In der Rubrik Lieblingstaschen könnt ihr meine Sammlung von fast 40 selbst genähten Taschen durchstöbern und euch inspirieren lassen. Ich wünsche euch viel Spaß dabei!

Herz-Topflappen nähen mit Kindern – So eine Näh-AG ist kein Ponyhof!

Stell dir vor, du hast viele Stunden in der Küche gestanden, um ein leckeres Essen für deine Familie zu zaubern. Alle sitzen am Tisch, aus dampfenden Schüsseln wird ausgeteilt. Erste skeptische Blicke. Die Nase wird gerümpft: „Das ess ich nicht! Auf keinen Fall!“ – So ging’s mir vor kurzem in meiner Näh-AG, als ich meinen zwölfjährigen Schülerinnen vorschlug, Herz-Topflappen zu nähen.

Herz-Topflappen nähen mit Kindern

Dieses fröhlich-bunte Exemplar habe ich für meine Küche genäht.

Ungläubige Blicke. Was ist das überhaupt? Was soll das denn sein? Ach so, Topflappen. Aha – „Brauch ich nicht! Die Mama auch nicht. So was ham wir schon.“ Kochen und Backen spielt in der Lebenswelt meiner Schülerinnen keine Rolle, wie’s scheint. Mensch, was hab ich früher mit meiner Oma Plätzchen und Kuchen gebacken. Ich hatte ein eigene kleine Schürze und ein Kinderkochbuch. Was hätte ich mich über solche süßen Topflappen gefreut. Tja, so verschieden sind die Zeiten und die Kinder.

Meinen Schülerinnen konnte ich das Projekt jedenfalls nicht schmackhaft machen. Es ist gnadenlos durchgefallen. Das erlebe ich immer wieder mal, dass ich etwas vorbereite und die Mädchen es dann doof finden. Eine meiner Schülerinnen bringt es manchmal besonders krass auf den Punkt: „Ich HASSE das“, sagt sie dann immer ganz scharf. Natürlich gibt’s unter den Kindern auch andere Gemüter, die entspannt und dankbar gerne nähen, was ich vorschlage.

Herz-Topflappen nähen mit Kindern

Aber so schnell gebe ich ja nicht auf. Ich versuche meine Schüler immer davon zu überzeugen, dass das eben doch ein tolles Projekt ist, dass es sich lohnt, sich darauf einzulassen und dass sie eine interessante, neue Technik kennen lernen können. Aber für solche Argumente sind manche Schüler nicht zugänglich. Es zählt nur: Kann ich das gebrauchen oder nicht? Lohnt es sich, Energie zu investieren oder nicht? Der Ansatz ist ja auch eigentlich nicht verkehrt. Was meine Schüler immer gebrauchen können, sind TaTüTas und Handytaschen. Die sind schnell gemacht und lassen sich prima verschenken.

Manchmal kann ich aber doch einen Gewinn verbuchen, wenn ich hartnäckig bleibe und wir gemeinsam einen Weg finden, wie sich das Projekt interpretieren lässt, so dass es doch noch brauchbar wird. Und dann sind sie manchmal gerade auf die Sachen besonders stolz, die sie zuerst gar nicht nähen wollten. Zum Beispiel auf eine Kissenhülle mit Reißverschluss und selbst gezeichneter Einhorn-Applikation.

Grundsätzlich setze ich immer auf Überzeugungskraft. Ich möchte die Kinder begeistern und ihnen dabei helfen, beim Nähen Erfolge zu haben, die ihr Selbstvertrauen stärken. Es ist mir wichtig, dass sie Spaß am Nähen haben, aber sie sollen sich auch anstrengen und bemühen und offen sein für Neues. Eine AG ist kein Freizeitprogramm, sondern Teil des Schulunterrichts und hat auch Lernziele. Manche davon haben gar nichts mit dem Nähen zu tun, sondern betreffen andere Kompetenzen.

Herz-Topflappen nähen mit Kindern

Die Schlaufe kannst du auch nachträglich annähen und mit einem Knopf verzieren (siehe Topflappen-Tutorial).

Natürlich frage ich meine Schüler regelmäßig, was sie gerne nähen möchten, greife ihre Wünsche auf und ermuntere sie, eigene Ideen zu entwickeln. Nicht alles lässt sich mit den Mitteln der Schule umsetzen. Da müssen wir dann manchmal Kompromisse schließen. Auch findet nicht jeder Vorschlag, der von Schülerseite kommt, breite Zustimmung. Die Geschmäcker sind verschieden, gerade wenn der Altersunterschied innerhalb einer AG groß ist. In einer Näh-AG habe ich Schülerinnen der 6., 7. und 8. Klasse, da sind die Unterschiede schon manchmal ganz schön groß. Sehr groß ist auch der Unterschied, was den Mädchen und was dem Jungen gefällt, den ich in meiner Anfängergruppe habe.

Ja, und manchmal werden Wünsche geäußert, an die sich drei Wochen später niemand mehr erinnern kann. Was soll ich sagen, so eine Näh-AG ist kein Ponyhof! Aber ich liebe meine Arbeit in der Schule. Sie bedeutet mir sehr viel, nicht nur, weil ich dort Geld verdiene, sondern weil mir die Schüler wichtig sind. Die allermeisten Nähprojekte, die ich mit in die Schule bringe, werden von den Kindern und Teenies begeistert angenommen. Das mit dem Geldverdienen erwähne ich übrigens nur deshalb, weil ich immer wieder gefragt werde, ob ich das ehrenamtlich mache. Nein! Ich werde vom Förderverein der Schule für meine Arbeit bezahlt.

Ich finde ja nach wie vor, dass die Herz-Topflappen ein wunderbares Projekt sind. Ich finde sie sehr, sehr schön und benutze sie gerne in meiner eigenen Küche. Die Basis dafür ist das Tutorial von Ella (ringelmiez). Ich habe allerdings ein eigenes Herz-Schnittmuster entworfen und ein paar Anpassungen vorgenommen, damit das Projekt kinder- und schultauglich wird.

Jetzt würde mich natürlich interessieren: Hast du auch schon mit Kindern genäht, vielleicht mit deinen eigenen, und ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar! Ich würde mich über einen Austausch sehr freuen.

Verlinkt bei Handmade on Tuesday und DienstagsDinge

Podcast-Tipps | Für gute Unterhaltung beim Nähen #3

Jetzt ist es schon wieder ganz schön lange her seit meinen letzten Podcast-Tipps. Meine Güte, kann das sein? 2016? Dabei höre ich sie fast täglich, besonders gerne beim Nähen und Bügeln, Kochen und Backen oder auf langen Autofahrten. Ohne Witz, ein Leben ohne dieses Ohrenfutter, das mich unterhält, informiert, zum Lachen, Staunen und Nachdenken bringt, möchte ich mir gar nicht mehr vorstellen.

Eine noch höhere Qualität und Abwechslung hat mein Podcast-Menü bekommen, seit ich vor ein paar Wochen die ARD-Audiothek entdeckt habe. Das ist eine kostenlose Handy-App, über die du auf einen ganzen Pool hochwertiger Podcasts zugreifen kannst: Hörspiele, Radio-Features, Interviews, Diskussionen, Comedys. Was das Herz begehrt! Wenn du diese App noch nicht auf deinem Smartphone hast, lade sie dir am besten sofort herunter.

Auf der Startseite der ARD-Audiothek bekommst du aktuelle Empfehlungen, siehst, welche Themen gerade im Fokus stehen, kannst dir mehrere Episoden zu einem bestimmten Thema anhören und erfährst, welche die im Moment meistgehörten Podcasts sind. Du kannst außerdem nach Themen filtern und findest so leicht, was zu deinen Interessen passt: Doku & Reportage, Hörspiel, Wissen, Comedy & Satire, Gesundheit & Fitness, Medien & Technik oder vielleicht Literatur & Lesung? Du kannst dir aber auch die Podcasts der einzelnen Radiosender anzeigen lassen: BR, HR, MDR, NDR, SWR, WDR usw. Eine wahre Goldgrube von Podcasts.

Ich empfehle dir heute ein paar Podcastfolgen und -serien, die mir in letzter Zeit gut gefallen haben. Vielleicht sind sie ja auch etwas für dich.

1. Eingeschlossene Gesellschaft von Jan Weiler (WDR 3 Hörspiel in 3 Teilen)
Schon nach wenigen Minuten war ich von der Story gefangen und hatte das Gefühl, ich stehe mitten im Lehrerzimmer. Ein Vater sperrt freitagnachmittags sechs Lehrer ein, weil seinem Sohn ein Punkt für die Zulassung zur Abiturprüfung fehlt. Er nimmt sie als Geiseln und zwingt sie, eine Stunde lang zu diskutieren und irgendwo den einen fehlenden Punkt herzuholen. Die Dialoge sind dank hervorragender Sprecher wie Annette Frier sehr nah und lebendig, und es ist unglaublich, was im Laufe des Hörspiels alles ans Tageslicht kommt. Ein bitterböses Hörspiel über unser Schulsystem, das nachdenklich macht. Schnell hören! Der Podcast steht nur noch bis zum 02.03.2018 zum Download zur Verfügung. Ich nehme an, dass er danach auch über die ARD-Audiothek nicht mehr aufrufbar sein wird.

2. Einflussreich in 30 Tagen – Selbstversuch bei Instagram von Verena Fücker (Deutschlandfunk Kultur Reportage)
Verena Fücker ist schon seit Jahren bei Instagram angemeldet, hat’s aber nie über ein paar hundert Follower gebracht. Das soll sich jetzt endlich ändern. In nur 30 Tagen will sie zur Influencerin werden, Kooperationen mit Unternehmen eingehen und Geld verdienen. Für ihren Selbstversuch holt sich Verena Tipps bei einer erfolgreichen Modebloggerin, knipst zusammen mit ihrer Freundin stundenlang coole Outfits und versucht am Ende sogar, sich Follower zu kaufen. Ob sie es tatsächlich geschafft hat, ihre Followerzahl in 30 Tagen zu steigern und Instagram-Influencerin zu werden, könnt ihr in diesem schönen, selbstironischen Podcast hören. Ich habe mich sehr amüsiert.

3. Näherinnen – Mit Nadel, Faden und flinken Fingern (Bayern 2 radiowissen)
„Das Nähen mit Nadel und Faden gehört zu den ältesten Beschäftigungen der Menschheit“, erfahren wir in diesem interessanten Podcast, der die Geschichte des Nähens von der Steinzeit übers Mittelalter bis heute erzählt. Die Geschichte des Nähens ist aber auch gleichzeitig ein Stück Frauengeschichte, geprägt von Unterbezahlung, Ungerechtigkeit und Ausbeutung. Im 19. Jahrhundert war die Berufsnäherei in Fabriken ein Niedriglohn-Sektor, der klassischerweise Frauen vorbehalten war. Und hat sich daran bis heute etwas geändert? Heute sitzen Frauen in Vietnam oder Bangladesch an den Nähmaschinen und arbeiten im Akkord. Von „Nähen ist mein Yoga“ und „sew happy“ kann da keine Rede sein.

4. 200 Jahre Fahrrad (hr-Info Wissenswert)
Letztes Jahr hatte das Fahrrad Geburtstag! Denn am 12. Juni 1817 präsentierte Karl Freiherr von Drais seine Laufmaschine der Öffentlichkeit und rollte mit ihr von Mannheim nach Schwetzingen. Was für eine bahnbrechende Erfindung, die – man glaubt es kaum – vermutlich durch einen Vulkanausbruch beschleunigt wurde! Der Podcast handelt von der Geschichte des Fahrrads und stellt die spannende Frage: Ist das Fahrrad das Verkehrsmittel der Zukunft?

5. Krömer & friends (radioeins Gespräch & Interview)
Zwei Männer – drei Welten: Krömer and friends. So heißt ein neuer Podcast auf radioeins. Gastgeber sind Kurt Krömer, Komiker und Schauspieler, und sein Freund Dr. Jakob Hein, Schriftsteller und Kinder- und Jugendpsychiater. Die beiden plaudern mit ihren Gästen über ihr Leben, Gott und die Welt, mal ernst, mal herrlich albern, immer sehr unterhaltsam. Da höre ich einfach gerne zu und hab nicht selten auch mal einen Lachanfall.

6. Polit-WG: Trump für die Welt (WDR 5 Diskussion)
Genauso spitze ich die Ohren, wenn die Polit-WG über aktuelle Themen der Gesellschaft und Weltpolitik diskutiert. Niemals trocken oder langweilig, sondern immer locker-flockig, unterhaltsam und mit einer guten Prise Humor. In dieser Folge stellt die meinungsfreudigste Wohngemeinschaft Deutschlands die etwas ketzerische Frage, ob Trump in seinem ersten Amtsjahr der Welt auf eine merkwürdige Art und Weise nicht auch gut getan hat. Mit dabei die USA-Korrespondentin Martina Buttler, die von ihren Eindrücken und Erlebnissen erzählt.

Das waren meine 6 Podcast-Empfehlungen für dich. Wenn du vielleicht eine Empfehlung für mich hast, würde ich mich sehr über einen Kommentar von dir freuen.

Links & Tipps:
Podcast-Tipps | Für gute Unterhaltung beim Nähen #1
Podcast-Tipps | Für gute Unterhaltung beim Nähen #2

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headphones-Grafik: La Boutique dei Colori

Nur wer sich ändert, bleibt sich treu

Was war das für ein turbulentes und anstrengendes Jahr! Noch nie habe ich mich so aufs neue Jahr gefreut wie in diesem. 2017 wird als das Jahr in unsere Familiengeschichte eingehen, in dem wir unser Haus umgebaut haben. Ein Projekt, das wir mit unserem Architekten lange geplant haben und das so umfassend und grundlegend war, dass wir dafür 15 Monate lang ausziehen mussten. Sehr viel Freizeit und Arbeitszeit hat dieses Mammutprojekt gefordert und garantiert auch das eine oder andere graue Haar.

Hauskissen - Auf ins neue Jahr 2018

Nachdem wir so lange auf dem Weg waren, hat es einige Wochen gedauert, bis wir begriffen haben, dass wir endlich am Ziel angekommen sind. Ja, so langsam sickert die Erkenntnis „Wir haben es geschafft! Wir sind wieder zuhause!“ und können uns darüber richtig freuen. Als ich an Weihnachten meine Oma durch unser neues Heim führte, konnte sie gar nicht fassen, was aus dem „kleinen Häuschen“ geworden ist, in dem sie als Kind mit ihrer Familie wohnte.

Aus dem 3-Zimmer-Haus mit Kohleofen von damals ist im Laufe der Jahrzehnte ein modernes Energie-Effizienzhaus mit dreimal so vielen Quadratmetern geworden. Im Dachgeschoss, das in Omas Kindertagen noch überhaupt nicht ausgebaut war, habe ich nun ein riesengroßes Atelier mit vielen Fenstern und viel Licht, in dem ich arbeiten und Nähkurse geben kann.

2017 habe ich meine ersten Anfänger-Nähkurse und Workshops in unserer Übergangswohnung veranstaltet und gemerkt, wie viel Spaß mir das macht. Das Programm 2018 ist in Planung und startet, sobald mein Nähatelier eingerichtet ist. Ihr findet Infos und Termine dann rechts oben im Menü unter dem Stichwort „Nähkurse“.

Näh-AG in der Schule

2017 war auch das Jahr, in dem ich an der Schule richtig Fuß gefasst habe. Aus einer Näh-AG sind inzwischen zwei geworden. Das sind zwei Nachmittage in der Woche, die immer gut vorbereitet sein wollen. Etwa 30 kleine und größere Projekte habe ich mittlerweile in petto, von denen ich weiß, dass sie bei der hungrigen Teenie-Nähmeute gut ankommen. Ich liebe diese Arbeit und bin immer wieder aufs Neue glücklich und überwältigt, wenn ich auf den Schulhof komme und mir schon zwei Mädchen entgegenrennen und aufgeregt zurufen: „Katharina, was machen wir heute?“

Der Blog ist in diesem Jahr zu kurz gekommen, besonders in den letzten sechs Monaten. Ich habe es mit Ach und Krach geschafft, meine Beiträge für den Taschen-Sew-Along zu nähen und meine Monatsblöcke für den Quilt-Along 6 Köpfe – 12 Blöcke zu zeigen. Da ich beide Aktionen mitorganisiert habe, war es mir natürlich wichtig, hier immer am Ball zu bleiben, aber allzu oft hatte ich das Gefühl, nur hinterher zu rennen.

Hexie-Taschen (English Paper Piecing)

Auch der 4-teilige Hexie-Crashkurs im Sommer ist eigentlich noch nicht beendet. Ich wollte euch gerne noch Nadeln und Nähgarn empfehlen und euch meine liebsten Bücher über English Paper Piecing vorstellen. Dazu bin ich leider nicht gekommen. Überhaupt muss ich zugeben, ist das Thema EPP bei mir ein bisschen eingeschlafen.

Aber genug des Jammerns darüber, was 2017 alles zu kurz gekommen ist oder als unerledigter Punkt immer noch auf der Liste steht. Ein paar sehr schöne Projekte hab ich ja doch umgesetzt, von denen diese zu meinen liebsten gehören: meine geschrumpfte 5-Fach-Tasche mit Hexies, die bunte Stifterolle à la Barbara, das Petit Four Basket, die witzigen Osterhühner und die Annex Double Zip Box Pouch.

Lieblingsprojekte 2017

Zu den Hühnern möchte ich vor Ostern unbedingt ein kleines Tutorial schreiben und hier im Blog veröffentlichen. Ich wurde ganz oft danach gefragt und hab es natürlich nicht vergessen. Das Verfassen von Nähanleitungen ist und bleibt mein zeitaufwendigstes Steckenpferd, aber es macht mir auch unheimlich viel Spaß. Es ist so schön, wenn man endlich das E-Book in den Shop einstellen kann, in das man zusammen mit den Probenäherinnen so viel Zeit und Arbeit gesteckt hat. Und wenn es dann auch noch so toll ankommt wie zum Beispiel das Webbandhotel, dann hat sich alle Mühe gelohnt. Das E-Book, das ich als nächstes angehen möchte, ist die Schreibmappe „Happy Mail“. Ich kann es kaum erwarten, eine Nähanleitung dafür anzubieten.

Webbandhotel und Schreibmappe "Happy Mail" by greenfietsen

Aber ich muss aufpassen, dass ich mir nicht zu viel vornehme und keine unrealistischen Ziele setze. Der Tag hat nun mal nur 24 Stunden und die Woche 7 Tage und ganz ehrlich, hätten wir mehr Zeit, würden wir die auch noch verplanen, oder? Dass man nur sein Zeitmanagement verbessern, sich cleverer organisieren und selbst optimieren muss, um alles unter einen Hut zu bekommen, ist ein Trugschluss. Man könnte auch sagen: Idiotisch! Das habe ich mittlerweile erkannt. Manchmal muss man einfach mal Nein sagen und Aufgaben und Verpflichtungen reduzieren, auch wenn’s schwer fällt.

Aus diesem Grund habe ich beschlossen, nach zweieinhalb Jahren bei Handmade on Tuesday auszusteigen. 130 Wochen lang haben Kati und ich abwechselnd jeden Dienstag eine DIY-Linkparty organisiert, uns viele Aktionen ausgedacht, die Webseite gepflegt und unermüdlich bei technischen Problemen geholfen. 2018 werde ich meinen Job als HoT-Gastgeberin an den Nagel hängen, weil ich ihm zeitlich einfach nicht mehr gerecht werden kann. Aber keine Bange, auch im neuen Jahr wird es jeden Dienstag eine Ausgabe von Handmade on Tuesday geben, denn Kati führt unser gemeinsames Baby mit einer Bloggerfreundin weiter.

Was es 2018 definitiv nicht geben wird, ist ein 3. Taschen-Sew-Along. Dass es in diesem Jahr noch mal ein gemeinsames Taschennähen gab, ist vor allen Dingen Katharina zu verdanken, die mit ins Boot gehüpft ist und mich davon überzeugt hat, eine Fortsetzung des ersten Taschen-Sew-Alongs zu organisieren. Aber nach zwei Jahren und 24-mal Taschennähen nach Plan, ist es Zeit für eine Pause. DANKE an Katharina für die tolle Zusammenarbeit und DANKE an alle Teilnehmer, die beim Taschen-Sew-Along mitgemacht haben – egal ob einmal, dreimal oder in jedem Monat. Es war mir immer eine große Freude zu sehen, wie ihr das Motto umgesetzt habt.

Row by Row Quilt 2018 - Meine Stoffauswahl

Natürlich kann ich mich nicht aus allem raushalten, sondern muss weiterhin bei einer großen Aktion mitmischen: 6 Köpfe – 12 Blöcke. Auch 2018 organisiere ich wieder zusammen mit Dorthe, Andrea, Verena, Nadra und Gesine einen Quilt-Along. Nachdem wir in diesem Jahr mehr als 2.000 Hobbynäherinnen dazu bewegt haben, einen Sampler Quilt zu nähen, haben wir uns für 2018 auf die Fahnen geschrieben, die Teilnehmer/innen für einen Row by Row Quilt zu begeistern. Wieder gibt’s häppchenweise, also Monat für Monat, eine kostenlose Nähanleitung für einen Quiltblock. Jeder kann mitmachen, auch Patchworkanfänger! Der Unterschied zu 2017 ist: Die Blöcke sind diesmal erheblich kleiner und werden mehrmals genäht und dann aneinander gereiht. „Row by Row“ heißt „Reihe für Reihe“. Mehr darüber erzähle ich euch im neuen Jahr.

Meine Stoffauswahl seht ihr schon mal oben auf dem Foto: wild gemischt aus meinem Bestand. Links seht ihr mein Farbkonzept, das einen Verlauf von Beere und Pink über Teal und Petrol bis Nachtblau vorsieht. Rechts passende Low Volumes als Hintergrundstoff. Ich weiß nicht, ob ich tatsächlich alle abgebildeten Stoffe verwende oder ob ich doch noch welche austausche und ergänze, aber am Farbkonzept werde ich nicht mehr rütteln. Das steht fest und bleibt so. Ich freue mich unglaublich darauf, diese Stoffschätzchen anzuschneiden und Reihe für Reihe zu vernähen. Ich hab den Verdacht, dass das ein richtig toller Quilt wird.

Hauskissen im Zakka-Style

Außerdem freue ich mich darauf, unser Haus gemütlich einzurichten und viele schöne Dinge dafür zu nähen: Kissen, Tischsets, Mug Rugs und Wandquilts. Da ergeben sich auf einmal ganz andere Möglichkeiten. Ich möchte 2018, so oft es geht, neue Dinge ausprobieren, Neues lernen und mich in spannende Abenteuer stürzen. Nicht auf der Stelle treten, sondern weitergehen, weiterentwickeln, Veränderungen anstoßen und annehmen, denn wie hat Wolf Biermann es so schön auf den Punkt gebracht: „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.“

In diesem Sinne habt einen fantastisch schönen Silvesterabend und rutscht gut ins neue Jahr, das auch euch viele schöne, neue Erlebnisse bringen möge! Wir lesen uns.

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Ach, das hätte ich ja fast vergessen:

Falls euch mein Hauskissen im Zakka-Style gefällt und ihr auch gerne eins nähen möchtet, kann ich euch nur dazu ermuntern. Es macht so viel Spaß, dass Stoffhäuschen zu nähen und kreativ zu besticken. Hier ein paar Infos und Tipps.

➜ Für die Applikationen habe ich kleine Stoffreste mit Hilfe von Vliesofix aufgebügelt und festgenäht.
➜ Gefüllt ist das Kissen mit waschbarer Polyster-Bastelwatte aus dem Nähladen um die Ecke.
➜ Das Schnittmuster ist frei Schnauze selbst gemacht. Das fertige Kissen ist etwa 24 x 35 cm groß und eignet sich ganz toll als Nähprojekt für Kinder. Aber auch große Mädchen wie ich haben ihren Spaß daran.

Es ist noch kein Shibori-Meister vom Himmel gefallen.

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Dieser Satz von Katrin {soulsister meets friends} tröstet mich ja schon etwas, nachdem ich vom Shibori-Olymp heruntergefallen bin. Was war ich begeistert, als ich meine Stoffpäckchen aus dem blauen Farbbad nahm und vorsichtig mit der Schere aufschnitt! So geniale Muster, so ein toller Blau-Weiß-Kontrast. WOW! Ich hab’s echt voll drauf… Und dann? Dann hab ich einen saublöden Fehler gemacht, der am Ende alles ruiniert hat. So ein Mist! Ich könnte mir immer noch in den Hintern beißen.

Shibori - Mein Experiment mit Stoff, Textilfarbe und Abbinde-Techniken

Aber mal der Reihe nach. Auf Instagram wurde ich gebeten, meine Versuchsanordnung zu schildern, und das will ich hiermit gerne tun. Also: Der Anlass meines Färbe-Experiments ist das Oktober-Thema des Taschen-Sew-Alongs. Da geht’s nämlich darum, einen Stoff selbst zu gestalten.

Weil ich hier seit Monaten Dylon-Textilfarbe herumstehen habe (ein Blogger-Geschenk, das ich beim Event bei Nähwelt Flach bekommen habe) und auch weißer Stoff im Schrank liegt, habe ich mir überlegt: Ich mach Shibori. Das wollte ich schon immer mal ausprobieren. Ich hab mir das so ähnlich vorgestellt wie das Batiken meiner T-Shirts und Strümpfe in der 9. Klasse, und im Prinzip war’s auch so.

Zumindest habe ich kaum etwas anders gemacht als damals. Ich muss zugeben, ich habe mich jetzt nicht intensiv mit der hohen Kunst des Shibori beschäftigt, ich habe keine Bücher darüber gelesen, sondern lediglich ein paar Tipps in Katrins Tutorial beherzigt. Außerdem habe ich Abbinde-Techniken ausprobiert, die ich auf Pinterest-Bildern gesehen hatte. Also alles in allem: Mehr so drauf los und ohne großen Plan.

Der Stoff, den man zum Färben benutzt, sollte vorgewaschen sein, habe ich gelesen. Kein Problem für mich. Ich wasche meine Stoffe generell immer vor. Ich konnte also direkt einen weißen Stoff aus meinem Schrank ziehen und in Stücke schneiden. Die Größe meiner Stoffstücke ist eher zufällig gewählt: 35 x 55 cm, ungefähr Geschirrhandtuch-Größe, wie sich herausstellte, ein sehr gutes Format.

Shibori - Mein Experiment mit Stoff, Textilfarbe und Abbinde-Techniken

Das nötige Zubehör für die Abbinde-Techniken habe ich in unserem Haushalt gefunden: Schnur, Gummis, Klemmen, dicke Pappe und Holzstäbchen. Mein Mann benutzt diese Holzstäbchen zum Anrühren von Kleber. Sehr praktisch für mich. Sonst hätte ich mal eben noch schnell zwölf Eis am Stiel essen müssen.

Die Stoffpäckchen habe ich etwa eine Viertelstunde in lauwarmes Wasser gelegt. Währenddessen habe ich einen großen Eimer, in dem vor kurzem noch Wandfarbe drin war, zur Hälfte mit warmem Wasser gefüllt. Zum Batiken ist so ein Eimer prima. Ich habe jetzt keine Liter abgemessen, sondern ihn einfach zur Hälfte voll laufen lassen.

Shibori - Mein Experiment mit Stoff, Textilfarbe und Abbinde-Techniken

In der Beschreibung der Dylon-Textilfarbe steht nicht drin, wie viel Pulver man nehmen soll, wenn man in einem Eimer färbt. Die Anleitung bezieht sich leider nur auf das Färben in der Waschmaschine. Also musste ich selbst eine Entscheidung treffen, und weil ich keine Reste machen wollte, hab ich kurzerhand das ganze Päckchen „Navy Blue“ reingekippt und dann so lange gerüht, bis sich alles aufgelöst hat. Das Färbesalz ist bei diesem Produkt schon enthalten. Was mich etwas gestört hat, ist, dass die blaue Brühe ziemlich intensiv gerochen hat – für meine empfindliche Nase jedenfalls. Das Zeug ist natürlich pure Chemie, keine Frage, deshalb sollte man auch unbedingt Gummihandschuhe tragen und sehr umsichtig vorgehen.

Den Stoff habe ich nach Gutdünken 1,5 Stunden lang im Farbbad gelassen und zwischendrin immer mal mit einem alten Holzlöffel umgerührt. Anschließend habe ich die Päckchen mit meiner Holzzange herausgenommen, abtropfen lassen und in einer alten Wanne noch mal 1,5 Stunden lang durchziehen und ruhen lassen. Ich weiß nicht, ob das wirklich nötig ist, ich hab da kein Rezept für, aber es hat mir gerade gut in meinen Zeitplan gepasst.

Shibori - Mein Experiment mit Stoff, Textilfarbe und Abbinde-Techniken

Das Aufschneiden war super spannend und konnte mir gar nicht schnell genug gehen – wie beim Wenden einer Tasche. Das Ergebnis war phänomenal, viel, viel besser, als ich erwartet hatte. Die abgebundenen Stellen waren strahlend weiß geblieben und das Blau richtig schön dunkel. Ich war absolut begeistert. Genau so wollte ich es haben.

Das Problem beim Batiken ist natürlich immer, dass die weißen Stellen beim Auswaschen des Stoffs auch mit Farbwasser in Berührung kommen und sofort etwas von der blauen Farbe annehmen. Ich habe die Stoffe deshalb erst mal unter fließendem Wasser ausgewaschen und versucht, die weißen Stellen, wo es ging, bedeckt zu halten. Ein sehr schwieriges Unterfangen. Dann im zweiten Gang habe ich die Stoffe im Waschbecken ausgewaschen und das Wasser immer gewechselt, wenn es blau wurde. So ist es mir doch recht gut gelungen, dass die weißen Stellen weiß geblieben sind.

Shibori - Mein Experiment mit Stoff, Textilfarbe und Abbinde-Techniken

Und dann hab ich einen großen Fehler gemacht: Ich habe die Stoffe noch mal in die Waschmaschine gesteckt und bei 30 Grad mit mildem Waschmittel durchgewaschen. Ohne Farbauffängtücher! An die hatte ich vorher noch gedacht, aber dann leider vergessen. Aber wer weiß, ob’s überhaupt was geholfen hätte.

Obwohl die Stoffe bei der Handwäsche im Waschbecken kaum noch ausgeblutet sind, haben sie in der Waschmaschine noch genug Farbe verloren, um alle weißen Stellen hellblau mit einem Lilastich zu verfärben. Aaahhh! Wie ÄRGERLICH! Das hat mich zwei Tage lang echt gefuchst. Fragt mal meinen Mann. Hätte ich es doch nur bei der Handwäsche belassen. Vielleicht hätte ich aber auch nicht das ganze Päckchen Farbe ins Wasser schütten sollen. Das war vielleicht doch ein bisschen viel auf die paar Liter. „Viel hilft viel“ ist halt nicht immer das richtige Rezept.

Shibori - Mein Experiment mit Stoff, Textilfarbe und Abbinde-Techniken

Na ja, wie war das, Katrin… Ein japanischer Meister für Shibori braucht rund 10 Jahre, um ein Muster perfekt zu beherrschen?… seufz… Dann ist es vielleicht zu viel gewollt, gleich beim ersten Mal, so ganz ohne richtigen Plan ein grandioses, perfektes Ergebnis zu erwarten. Wobei ich mit meinen Mustern sehr glücklich war, nur der Verlust des genialen Blau-Weiß-Konstrasts schmerzt mich. Mit dem lilastichigen Hellblau kann ich mich einfach nicht anfreunden.

ABER, ich gebe nicht auf. Aufstehen, Shibori-Krönchen richten und neuen Versuch starten! Zu Weihnachten wünsche ich mir ein gutes Buch über Shibori und mach mich schlau, wo es echtes Indigo-Pulver zu kaufen gibt. Dann werden wir doch mal sehen, wer hier ein Shibori-Meister ist!

Zum Glück sind ein paar Stoffe bei meinem Experiment abgefallen, die mir gefallen und für ein, zwei Taschen taugen. Hier zeige ich euch meinen Oktober-Beitrag für den Taschen-Sew-Along 2017, ein Mäppchen mit interessanter Form.

Wenn ihr ein paar Tipps für mich habt, wie ich das nachträgliche Verfärben der weißen Stellen vermeiden kann, ich nehme jeden Hinweis dankbar entgegen.

Mein Shibori-Experiment verlinke ich heute bei Handmade on Tuesday und DienstagsDinge.

Auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2017

Eigentlich wollte ich in diesem Jahr keinen Blogpost über meinen Besuch auf der Nadelwelt in Karlsruhe schreiben, und tatsächlich wird das heute auch kein ausführlicher Messebericht. Es sind nur ein paar Eindrücke und Fotos, die ich gerne zeigen und festhalten möchte. Neben der Möglichkeit, Stoffe und Nähzubehör einzukaufen, tolle Quilts zu bestaunen und Inspirationen zu sammeln, sind es vor allem die Treffen mit Kollegen und Bloggerfreunden, die mich zwei- oder dreimal im Jahr auf die Messen ziehen. Ich freue mich immer, bekannte Gesichter zu sehen oder Menschen persönlich zu treffen, die ich bislang nur virtuell kannte.

Drei Mitglieder des 6Köpfe-12Blöcke-Teams

Zusammen mit Andrea (Quiltmanufaktur) und Dorthe (Lalala Patchwork)

Das Tolle am Internet und an der Nähbloggerwelt ist, dass man sich zusammentun, eine große Aktion starten und etwas bewegen kann, ohne sich jemals persönlich getroffen zu haben. Das ist schon phänomenal! Aber natürlich kommt irgendwann das Bedürfnis, sich kennen zu lernen, besonders wenn die Zusammenarbeit so intensiv und fruchtbar ist wie bei 6 Köpfe – 12 Blöcke. Deshalb freue ich mich sehr, dass ich jetzt endlich auch mal Andrea kennen gelernt habe. Das wurde aber auch Zeit!

Nadelwelt Karlsruhe 2017 - Der Stand von Lalala Patchwork

Unverkennbar! Dorthe hat ihren Stand mit Rolling Stone, Churn Dash, Broken Dishes, Dresden Plate, Dutchman’s Puzzle und unserem Logo dekoriert und war Anlaufstelle für alle, die auf der Suche nach schönen Stoffen, Infos zum Quilt-Along und unserem 6 Köpfe – 12 Blöcke Dresden Plate Lineal waren.

Quilts und Textilkunst auf der Nadelwelt 2017

Die Nadelwelt in Karlsruhe wird besonders gerne von Patchworkfans besucht, nicht zuletzt wegen der Ausstellungen. Da werden Quilts und Textilkunstwerke gezeigt, die mich glattweg vom Hocker hauen. Nicht alle darf man fotografieren, was natürlich verständlich ist. Von den Flying-Geese-Werken in der Ausstellung der Patchworkgilde Deutschland durfte ich aber auf Nachfrage Fotos machen. Ich hoffe, es ist okay, dass ich die Arbeiten von Karin Pfunder, Birgit Siltmann, Petra Blankenburg, Gabriele Bertram und Angela Dittmar hier zeige (unten v. l. n. r.) Die Fotos darüber zeigen einen witzigen Hemden-Quilt am Stand der Nähwelt Flach und Jennifer (Instagram: yokokudo88), die ihr genähtes Weltraum-Top hochhält, das sie zur Messe mitgebracht hat, um es einer Freundin zum Longarm-Quilten mitzugeben.

instagoesnadelwelt17

#instagoesnadelwelt17 – von Friederike und Jennifer organisiertes Treffen auf der Nadelwelt

Unter #instagoesnadelwelt17 haben sich auch in diesem Jahr wieder Instagramer und Blogger verabredet und nachmittags auf der Messe zum Kennenlernen und Quatschen getroffen. Dank des grünen Namensbuttons, den Jennifer für jede Teilnehmerin gemacht hat, kamen wir schnell ins Gespräch.

Bloggertreff auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2017

Damit ich aufs Bild passe, habe ich mich mal ein bisschen kleingemacht. Tatsächlich bin ich mindestens einen halben Kopf größer als Jennifer und Nicole (Instagram: lapetitefrance_). Witzig, dass ich an dem Tag so oft hörte, ich sei so groß. War mir bisher gar nicht bewusst, dass man mit etwa 1,75 m schon zu den großen Frauen gehört. Ach, ihr seid einfach alle so klein! Das ist es! … Und erkennt ihr rechts die Tasche, die Martina (Instagram: malu27117) trägt? Ja, das ist eine Mozzie Bag! Was hab ich mich gefreut, Martina mal persönlich kennen zu lernen, und dann trägt sie auch noch eine Mozzie Bag und schwärmt so begeistert davon! Den Taschenschnitt findet ihr hier im Blog als Gratis-Nähanleitung.

Senna Tote und Stoffbeutel

Auch ich bin auf meine rote Tasche häufig angesprochen worden und möchte sie hier deshalb gerne noch mal verlinken. Es ist die Senna Tote von LBG Studio aus einem geblümten Riley-Blake-Stoff. In diesem Blogartikel habe ich sie ausführlich vorgestellt. Dort findet ihr auch die Bezugsquelle für den Schnitt.

Auf dem rechten Foto ein praktischer Shoppingbeutel, den mir die liebe Jennifer samt Buttons und Bleistift geschenkt hat. Außerdem ein eckiger Button der Modern Cologne Quilters, den mir Iris (Instagram: crazydutchbirdquilts) geschenkt hat, weil ich mich bei ihnen letztes Jahr als Blind Date vorgestellt habe. Danke auch für den niedlichen Filz-Untersetzer, liebe Sara (Sara & Tom).

Nadelwelt 2017 | Stoffsalat, Näh-Rallye und Shoppingbeute

Links oben: Grete von Stoffsalat. Rechts oben und unten: Näh-Rallye. Links unten: meine Shoppingbeute.

Wie jedes Jahr gab es auch in diesem wieder einige Workshops und Kurse auf der Nadelwelt. Die lustigste Aktion fand am Stand von Bernina und Mettler statt, wo man innerhalb von 30 Sekunden eine Rennstrecke abnähen musste. Jennifer war voll in ihrem Element und besiegte die langsamere Nicole 1:0. Anschließend wurden unter den Teilnehmern Preise verlost. Den Stoffbeutel mit ein paar kleinen Goodies gab’s für jede Rennfahrerin geschenkt.

Es war mal wieder ein schöner, ausgefüllter Messetag mit vielen tollen Begegnungen, und wie ihr seht, bin ich nicht leer nach Hause gegangen. Natürlich habe ich mich spontan in ein paar Stoffschönheiten verliebt und meine bunte Sammlung weiter aufgestockt.

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