Kategorie: Taschen

Herbst | Beutel mit gesticktem Ahornblatt

Kastanien, Walnüsse, bunte Blätter – Verwandelst du dich im Herbst auch in ein Eichhörnchen und hebst beim Spazierengehen gerne kleine Schätze auf, um sie mit nach Hause zu nehmen? Ich mache das total gerne und habe deshalb immer einen zusammengefalteten Beutel in der Jackentasche. Für den Fall, dass ich etwas Dekoratives oder Essbares finde.

Von Hand gesticktes Berg-Ahornblatt

Der langweilige Jutebeutel, den ich bisher benutzt habe, brauchte unbedingt ein Upgrade. Also habe ich einen neuen Beutel mit Tunnelzug genäht. Auf die Vorderseite des 26 x 30 cm großen Beutels habe ich von Hand ein schlichtes Berg-Ahornblatt gestickt.

Die Vorlage für das Ahornblatt hat mir die Natur selbst geschenkt. Ich habe beim Spazierengehen ein schönes Blatt gefunden, drei Tage zwischen Zeitungspapier und schweren Büchern getrocknet und dann als Schablone verwendet.

Mit einem Trickmarker habe ich den Umriss des Ahornblatts auf den Stoff gezeichnet und anschließend mit 4-fädigem Sticktwist und einfachen Rückstichen nachgestickt. Durch den Wechsel der Garnfarbe habe ich versucht, einen Farbverlauf anzudeuten. Ich bin absolute Anfängerin im Sticken und freue mich, dass das doch ganz gut gelungen ist. Mir gefällt’s.

Gesticktes Berg-Ahornblatt | Farblich inspiriert vom Herbstlaub des Essigbaums.

Den Beutel habe ich einlagig aus einem ungefärbten Baumwollstoff genäht. Dass er ohne einen Innenstoff auskommt und innen trotzdem keine offenen Stoffkanten hat, liegt an der Französischen Naht. Ein zweiter Vorteil der Franzöischen Naht ist, dass die Tasche sehr stabil ist, obwohl sie aus nur einem Stoff genäht ist.

Nachtrag 2022 : In meinem Etsy-Shop biete ich die Nähanleitung Zuziehbeutel an.

Meine Herbst-Nähprojekte

So, das war nun das letzte Herbstprojekt für dieses Jahr. Es hatte mich aber auch wirklich gepackt! Angefangen mit den Deko-Pilzen und der Apfel-Tablethülle habe ich Untersetzer, eine Handytasche aus Cord und Körnerkissen genäht. Übrigens, es steht fest: Zum Körnerkissen mit Kammern wird es eine Nähanleitung von mir geben. Ich habe mich schon an die Arbeit gemacht.

Der Herbst war in den letzten Wochen eine große Inspiration für mich! Ich habe noch viele Ideen dazu und könnte immer noch weiternähen. Aber jetzt wird es doch langsam Zeit, mit den Weihnachtsprojekten zu beginnen, damit alles rechtzeitig fertig wird. Hast du schon angefangen, für Weihnachten zu nähen?

N a c h t r a g  –  O k t o b e r  2 0 2 1 :

Du suchst nach mehr Inspiration? Dann schau doch mal in meinen Blogbeitrag: Tipps | 12+ tolle Nähideen für den Herbst. Dort findest du viele schöne Projekte für den Herbst – ganz viel Deko, aber auch Kissen und Taschen sind dabei.

Es ist Herbst! – Zeit für eine Handytasche aus Cord

Während hier und da schon die ersten Weihnachtsnähprojekte gezeigt werden, bin ich immer noch in Herbststimmung. Das mit dem „antizyklischen Nähen“ liegt mir offensichtlich überhaupt nicht. Im Winter schon für den Sommer nähen, im Frühjahr für den Herbst – so was kann ich nicht! Die Jahreszeiten selbst inspirieren mich doch und lassen mich kreativ werden. Im Moment ist es der Herbst, der zu mir spricht und gesagt hat: Du musst unbedingt eine Handytasche aus Cord nähen!

Dieser wunderschöne Feincord liegt seit vielen Jahren in meinem Regal. Er gehört zu den ersten Stoffen, die ich mir als Nähanfängerin gekauft habe. Seitdem hüte ich diesen Streichelstoff, der unfassbar weich ist und diese satte, tiefe Beerenfarbe hat. Es musste wohl erst der perfekte Partner kommen, damit ich ihn anschneide.

Der perfekte Partner ist ein Herbststoff aus der Serie „Spice Things Up“ von Dear Stella. Ich liebe diesen Stoff! Die Designerin heißt Jennifer Orkin Lewis, besser bekannt unter dem Künstlernamen August Wren. Wenn du sie noch nicht kennst, musst du dir unbedingt mal ihre Arbeiten anschauen. Es ist ein Geschenk, dass es Designs dieser tollen Künstlerin auch auf Stoff gibt!

Nähanleitung und Schnittmuster für diese Handytasche findest du in meinem Etsy-Shop. Ich habe mich hier für die Verschlusslösung mit Gummi und Knopf entschieden. Wobei der Apfel-Holzknopf auf der Vorderseite reine Zierde ist! Weil ich keinen Rundgummi in passender Farbe hatte, habe ich einfach einen goldgelben Haargummi genommen. Verschlossen wird die Tasche durch die Gummischlaufe, die sich auf der Rückseite um einen Herzknopf legt.

Die Handytasche ist ein richtiger Handschmeichler. Sie fühlt sich ganz samtig an. Richtig schön herbstlich. Ich habe sie hier in der mittleren Größe genäht. Wenn ich sie in der großen Größe genäht hätte, könnte ich sie auch als Stifte-Etui oder Krimskrams-Täschchen verwenden. Nun könnte man meinen: Jetzt ist sie aber fertig mit Herbst-Nähprojekten. Nee! Da kommt noch was. Was genau, das zeige ich beim nächsten Mal.

Du hast noch Zeit und Lust zu stöbern? Schau doch mal hier:

Handytasche – Ein super Geschenk, ratzfatz genäht!
Tipps | Wo ich meine Stoffe kaufe – Teil 1
Herbstblatt – als Untersetzer oder Deko, beides schön!
#nähglück | Eine Apfeltasche fürs iPad

Tablet-Hülle mit eingebautem Stiftefach

Bis vor kurzem ist unser iPad noch ganz unbekleidet herumgelaufen, jetzt bekommt es schon die zweite Hülle. Ich habe mir gedacht, die Apfeltasche aus Leinen ist vielleicht doch nicht ganz das Richtige für berufliche Termine meines Mannes. Deshalb habe ich gleich hinterher eine Business-Version genäht.

Auf der Vorderseite habe ich ein schmales Fach für den Tablet-Pencil eingebaut. Falls du das nicht kennst, das ist ein Eingabestift, mit dem man auf dem Tablet Notizen machen und zeichnen kann. Damit der Pencil nicht aus Versehen herausrutscht, habe ich oben eine kleine Klappe angenäht. Das Ergebnis finde ich echt praktisch und sehr schick. Perfekt geeignet, um es auf eine Tagung oder zu einer Schulung mitzunehmen.

Der tolle Konfetti-Stoff heißt „Seed Stitch Noon“ und ist aus der aktuellen Stoffserie „Homemade“ von Tula Pink. Kombiniert habe ich ihn mit dem schönen Essex Yarn Dyed von Robert Kaufman. Das ist das gleiche Leinen-Baumwollgemisch wie bei meiner Apfeltasche, nur hier im Farbton „Denim“. Den Knopf habe ich von ausrangierter Kleidung abgeschnitten und wiederverwendet. Eine Anleitung habe ich nicht benutzt. Die Hülle ist komplett Marke Eigenbau.

Nun sind wir gut ausgestattet mit Tablet-Hüllen. Eine dritte wird erst mal nicht folgen. Dafür schreibe ich gerade fleißig am zweiten Teil meiner Mini-Blogserie übers Stoffekaufen. Mal sehen, wann ich den fertigen Blogartikel posten kann. Wenn du meinen ersten Artikel noch nicht kennst, schau doch mal hier: Tipps | Wo ich meine Stoffe kaufe – Teil 1

#nähglück | Eine Apfeltasche fürs iPad

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Ich trau’s mich ja kaum zu sagen. Obwohl wir unser iPad schon seit vier Monaten haben, lag es bisher vollkommen nackig herum. Ohne eine weiche Schutzhülle. Ohne ein schickes Mäntelchen. Und das in einem Haushalt, in dem fast täglich genäht wird. Ich sehe dein entsetztes Gesicht direkt vor mir. Ja, es ist wirklich ein Skandal, ich weiß. Dem peinlichen Umstand musste jetzt endlich Abhilfe geschaffen werden. Also habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt, gemessen, gerechnet und eine iPad-Hülle genäht.

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Herausgekommen ist eine leicht gefütterte Tasche in Herbstoptik. Genäht mit viel Muße aus einem Baumwoll-Leinenmix. Im Mittelpunkt steht ein roter Apfel, der von weißen Stickstichen umrahmt wird. Verschlossen wird die Stoffhülle mit einer dünnen Gummikordel* (Affiliate-Link), die sich um einen Holzknopf schlingt.

Quilty Fun – Apfelblock

Für das Nähen habe ich mir einen ganzen Sonntag Zeit genommen und dabei jede Minute genossen. Ich merke immer, wie gut das tut, wenn ich nicht versuche, alles in Zeitfenstern zu erledigen, sondern wenn mal ein ganzer Tag frei und unverplant vor mir liegt. Wenn’s egal ist, wie lange etwas dauert, und man sich einfach treiben lassen kann. Dabei entstehen doch immer die schönsten Sachen!

Schon das Aussuchen und Zuschneiden der kleinen, roten Stoffquadrate hat mir total viel Spaß gemacht. Der Apfelblock stammt aus dem Buch Quilty Fun – Lessons in Scrappy Patchwork by Lori Holt* (Affiliate-Link) und ist vernäht 4 x 5 Inch groß.

Der Zuschnitt der Stoffteile ergibt sich aus dem Apfelblock in der Mitte. Ich habe ausgerechnet, wie groß die Vorderseite sein muss, damit unser iPad hineinpasst, und habe dementsprechend oben und unten, links und rechts Stoffstreifen an den Apfelblock angesetzt. Dabei habe ich darauf geachtet, dass der Apfel etwas unterhalb der Mitte sitzt, damit oben genug Platz für den Knopf bleibt.

Die Anleitung von Lori Holt habe ich ein klein wenig abgewandelt. Statt den Apfel aus einem einzigen roten Stoff zu nähen, habe ich ihn aus 16 kleinen Quadraten gepatcht, damit er auch richtig schön scrappy wird.

Infos & Tipps

Hier noch ein paar Details, die dich vielleicht interessieren: Verstärkt habe ich die Hülle mit Volumenvlies H630. Beim Leinen habe ich zum altbewährten Essex Yarn Dyed Flax von Robert Kaufman gegriffen. Es hat eine schöne Naturfarbe, ist fein gewebt und eignet sich prima für Patchworkarbeiten. Den tollen, 18 mm großen Apfel-Knopf habe ich bei Etsy gefunden.

Der Apfelblock misst unfertig 4.5 x 5.5 Inch. Fertig genäht ist er 4 x 5 Inch groß.

Wenn du ein Fan von Scrappy Patchwork bist, gefallen dir vielleicht auch meine anderen Arbeiten: z. B. die Leinen-Buchhülle, die ich für mein Pflanzbuch genäht habe, das Stoffkörbchen „Quilt as you go“ oder der Mini Quilt „Eight Hands Around“. Eine große Auswahl an tollen Patchworkblöcken findest du auch bei den 6 Köpfe – 12 Blöcke Quilt-Alongs. Schau dich gerne in meinem Blog um und lass dich inspirieren.

Du suchst nach Nähideen für den Herbst?

Dann schau doch mal in meinen Blogbeitrag: Tipps | 12+ tolle Nähideen für den Herbst. Dort findest du viele schöne Projekte – ganz viel Deko, aber auch Kissen und Taschen sind dabei.

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Spielkarten-Etui nähen – Eine tolle Geschenkidee!

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Letztes Jahr war ich auf der Suche nach einem schönen Weihnachtsgeschenk für mein Patenkind. Seine Eltern kennen ihn am besten, also habe ich mir bei ihnen Rat geholt. Wofür interessiert er sich aktuell? Was kann er gebrauchen? – Näh ihm doch ein Etui für seine Pokémon-Sammelkarten, schlug seine Mama vor. Ich hab da was bei Pinterest gesehen, ich schick dir mal den Link.

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Der Link führte mich zu einer kostenlosen Nähanleitung für ein Spielkarten-Etui. Je nachdem, wie groß das Kartenspiel ist, das man verstauen möchte, hat man die Wahl zwischen zwei verschiedenen Größen. Die Anleitung sah sehr gut und vielversprechend aus. Also habe ich mich ans Werk gemacht und aus jungstauglichen Stoffen ein Pokémon-Karten-Etui in der Größe L genäht.

Vom Ergebnis war ich so begeistert, dass ich mir vorgenommen habe, ein zweites Spielkarten-Etui für mich selbst zu nähen. Und hier ist es! Mein Täschchen aus feinstem Heather-Ross-Stoff. Sind die Schnecken nicht süß?

Heather Ross – 20th Anniversary Collection

Als Fan von Heather Ross hat man es in Deutschland echt schwer. Es ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, ihre Kollektionen hierzulande zu finden. Natürlich könnte ich die begehrten Stoffe auch locker in den USA bestellen, aber das verkneife ich mir seit einiger Zeit. Deshalb freue ich mich sehr, dass Verena von Einfach bunt Quilts eine schöne Auswahl an Heather-Ross-Stoffen in ihrem Shop* (Affiliate Link) anbietet. Den „Indigo Snails“ habe ich dort gekauft.

Außenstoff „Indigo Snails“ aus der Kollektion „Heather Ross 20th Anniversary Collection“

Ich habe die Tasche genauso genäht, wie in der Anleitung beschrieben. Verstärkt habe ich wie empfohlen mit Vlieseinlage S 320. Das Etui ist dadurch schön stabil und hat einen angenehmen Griff.

Wenn man den Druckknopf öffnet, kann man das Spielkarten-Etui aufklappen und findet in der Mitte zwei Kartenfächer. Beim Schnittmuster Größe M passen hier 110 Karten hinein, bei Größe L sogar 160 Karten. Beim Zusatzfach unten habe ich mir eine kleine Spielerei erlaubt und zusätzlich pinkes Schrägband an die Kante genäht. Hier kann man prima eine Spielanleitung aufbewahren.

Mein Fazit

Ich kann dieses schöne Freebook sehr empfehlen. Die Anleitung ist gut nachzuvollziehen, und das fertige Spielkarten-Etui überzeugt auf ganzer Linie. Es ist hübsch und praktisch und eignet sich super für die Geschenkekiste. Mit einem Kartenspiel wie UNO, Phase 10, Skip-Bo oder Rommé bestückt, ist es ein klasse Geschenk. Mir hat das Nähen sehr viel Spaß gemacht, und ein drittes Karten-Etui ist schon in Planung.

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Jeans | Walhai-Stiftemäppchen von ambaZamba

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Auf diesen Walhai habe ich mich so gefreut. Deshalb hat es eine Weile gedauert, bis ich die Zeit und Muße hatte, mich ihm gebührend zu widmen. Jetzt im Urlaub war endlich der Zeitpunkt gekommen, und ich muss sagen: Was für ein schönes Nähprojekt! Es hat mir so viel Spaß gemacht. Und das Ergebnis ist ein echt originelles Stiftemäppchen. Vielleicht hast du dir ja auch das E-Book von Jana {ambaZamba} gekauft und kannst noch ein paar Tipps gebrauchen.

Was ist das für ein Schnittmuster?

Die Anleitung „Walhai Stiftemäppchen“ ist auf Deutsch und Englisch bei Farbenmix erhältlich. Jana hat mir das E-Book im Frühjahr kostenlos zur Verfügung gestellt, weil ich eigentlich beim Probenähen mitmachen wollte. Dann kam Corona und hat erst mal alles durcheinandergewirbelt. Ich habe es nicht geschafft, am Probenähen teilzunehmen, wollte das Nähen des Stiftemäppchens aber unbedingt nachholen. Und hier ist er: mein Walhai, genäht aus einer alten, ausrangierten Jeanshose.

Eignet sich der Walhai für Nähanfänger?

Wahrscheinlich fragen sich viele Nähanfänger, ob dieser Walhai schon etwas für sie ist. Ich würde sagen, ambitionierte Anfänger/innen können es durchaus schaffen, denn die Anleitung ist super bebildert, und alle Nähschritte werden ganz ausführlich beschrieben. Aber sicher tust du dir leichter, wenn du schon Näherfahrung hast, insbesondere im Annähen von Reißverschlüssen und im Umgang mit festeren Stoffen. Ich selbst hatte überhaupt keine Probleme mit diesem Mäppchen. Es hat alles prima geklappt.

Wenn du dich in den Walhai verliebt hast, aber noch Nähanfänger/in bist, würde ich sagen: Versuch’s einfach! Jana gibt im E-Book viele hilfreiche Tipps, und du kannst eine Menge lernen, z. B. wie man einen Reißverschluss an eine Rundung näht und was beim Nähen eine „Hebamme“ ist. Der Ausdruck war mir auch neu. Sicher wird dir der Walhai ein bisschen was abverlangen, aber das Ergebnis lohnt sich!

Knötchenstich – In diesem Video kannst du sehen, wie er gemacht wird. Ich habe den Faden 2-mal um die Nadel gewickelt.

Damit der Walhai einen schönen Stand hat, muss man einen festeren Stoff nehmen und vielleicht noch mit Vlieseinlage verstärken. Ich habe alle Teile aus einem dünnen, abgewetzten Jeans-Hosenbein geschnitten und mit S 320 verstärkt. Man muss aufpassen, dass man nicht den allerdicksten Stoff aussucht und zu viel verstärkt, denn die Flossen müssen sich ja noch wenden lassen. Mit meiner Jeans ging das gerade so.

Bestickt mit dem Knötchenstich

Was ich ziemlich unterschätzt habe, war die Mühe, die das Sticken bereitet hat. Ich wollte dem Walhai naturgetreu ein paar Flecken bzw. Punkte verpassen und hab gedacht, ich mache einfach ganz fix ein paar Knötchenstiche. „Einfach“ und „ganz fix“. Das war es im Endeffekt nicht, denn die Nadel ging nur schwer durch den mit Vlies verstärkten Jeansstoff, und meine Finger haben öfter eine Pause gebraucht. Vielleicht wäre es mit einem Fingerhut besser gegangen, aber auf die Idee bin ich nicht gekommen. Spaß hat’s mir trotzdem gemacht.

Meerjungfrau und Kraken

Für die Wahl der Innenstoffe habe ich eine ganze Weile gebraucht und mich dann für diese maritimen Kinderstoffe entschieden. Ich finde es ganz witzig, wenn man den Reißverschluss öffnet und dann die Meerjungfrau entdeckt. Natürlich frisst ein echter Walhai keine Meerjungfrauen. Auf seinem Speiseplan stehen eher Plankton und kleine Fische.

Übrigens ist der echte Walhai ein unglaublich faszinierendes Tier! Er kann mindestens 13 Meter lang werden und ist der größte Fisch der Erde. Bis zu 100 Jahre alt kann ein Walhai werden. Wenn du dich dafür interessierst, schau dir im Internet mal Bilder von Walhaien an. Es sind sehr beeindruckende Tiere.

Die Augen und das Maul

Im E-Book werden verschiedene Möglichkeiten beschrieben, wie man dem Walhai Augen geben kann. Man kann sie z. B. plotten oder aufmalen. Ich habe kleine, perlmuttschimmernde Knöpfe als Augen angenäht, und zwar ganz zum Schluss beim fertigen Hai. Das hat prima geklappt.

Normalerweise arbeite ich am liebsten mit Endlos-Reißverschluss, weil man ihn genau auf Wunschlänge abschneiden kann. Hier habe ich zu einem dunkelblauen, 18 cm langen Reißverschluss gegriffen. Er lag schon seit ein paar Jahren in der Schublade und hat endlich die perfekte Verwendung gefunden. Die Länge hat gerade so gereicht.

Ich finde meinen Walhai toll und werde ihm einen schönen Platz in meinem Nähzimmer geben. Hast du auch schon einen genäht oder denkst darüber nach, dir das E-Book zuzulegen?

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Dieser Blogpost ist als Werbung gekennzeichnet, weil mir das E-Book kostenlos zum Probenähen zur Verfügung gestellt wurde.